Ausbildung "Gasexplosion - Retten und Bergen"

Mitte März ging es im THW in Sachen Ausbildung wieder zur Sache. An einem zweitägigen Dienst wurden die Helfer in dem Thema "Retten und Bergen von Personen" fortgebildet.

Zunächst kam am Donnerstagabend ein Helfer des Einsatznachsorgeteams Bayern zu uns, um uns auf mögliche Belastungen im Einsatz und die Möglichkeiten der Einsatzvor-/nachsorge aufzuklären. In einem zweistündigen Vortrag wurden unter anderem verschiedene Stressarten und deren Entstehung vorgestellt. Hauptaugenmerk lag auf der Möglichkeit belastende Einsätze zu verarbeiten. Hierzu gehören verschiedene Stufen, unter anderem die Belastung für die Helfer möglichst gering zu halten, eine umfangreiche Einsatznachbesprechung und die Option professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sollten THW-Helfer im Einsatz einer unüblichen Belastung, wie zum Beispiel bei Unfällen mit verletzten oder toten Personen, kann über den Landesverband Bayern jederzeit das ENT Bayern alarmiert werden. Dieses Team rückt mit speziell ausgebildeten Helfern an und betreut die eingesetzten Kräfte.

Am daraufliegenden Samstag ging es dann an die praktische Ausbildung. Im Hof des THW wurde aus Beton- und Stahltrümmern eine kleine Gasexplosion nachgestellt. Insgesamt galt es drei Personen zu retten. Die erste Person befand sich in einem Schacht in unmittelbarer Nähe des Trümmerkegels. Diese wurde noch im Schacht durch einen San-Helfer medizinisch versorgt und anschließend mit Hilfe des Rollgliss gerettet. Direkt im Anschluss ging es für dieselbe Gruppe zu einer verletzten Person auf dem Hallendach des Werkstattgebäudes. Auch diese wurde medizinisch versorgt und mit dem Leiterhebel auf Erdniveau gebracht.

Während der Rettung der beiden ersten Opfer ging es für die 2. Bergungsgruppe an den Trümmerkegel. Hier war eine Übungspuppe unter drei Tonnen Trümmern begraben. Diese galt es möglichst schonend zu Bergen. Zum Einsatz kamen Schere/Spreizer, Motortrennschleifer, Hebekissen, Hydraulikstempel und Büffelheber.

Nach insgesamt fast drei Stunden schweißtreibender Arbeit waren alle Personen geborgen.

Vielen Dank an dieser Stelle an das BRK Neuburg, dass uns mit zwei Kameraden und einem Rettungswagen tatkräftig unterstützt hat. Unter anderem konnten so auch die Sauerstoffgabe, Spineboard, Schaufeltrage und Vakuummatratze beübt werden. Und die San-Helfer des THW wurden genau beobachtet, wie sie ihre Arbeit vollziehen und Fehler konnten sofort besprochen werden.

 

Bericht: Christoph Schiele

Bilder: Matthias Pitsch/Matthias Kaps