Auf eisiger Autobahn - THV im Oktober

Schlechte Sicht, eisige Temperaturen und der erste Schnee erwarteten die fünf Helfer des THW Neuburg beim vorletzten Autobahndienst (THV) in diesem Jahr. Laut den Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gab es den ersten Schnee nur drei Mal schon im Oktober innerhalb der vergangenen 70 Jahre. Am vergangenen Samstag, 27. Oktober, stand für die Neuburger wieder Technisches Hilfe auf Verkehrswegen (THV) auf dem Dienstplan. Der vorzeitige Winterienbruch sollte die Helfer auf Trab halten.

Ab 9 Uhr fielen im Bereich der Autobahn A9 zwischen Altmühltal und Pfaffenhofen die ersten Flocken. In der gesamten Region kam es zu zahlreichen Verkehrsunfällen. Auch der Urlaubsverkehr zu Beginn der Herbstferien blieb davon nicht verschont.

Um 8 Uhr traten die Helfer ihren Bereitschaftsdienst auf der Autobahn an. Im Anschluss an die Lagebesprechung mit der Verkehrspolizei Ingolstadt lies der erste Einsatz nicht lange auf sich warten.

 

Um 9:05 Uhr wurde ein Verkehrsunfall am Kindinger Berg in Fahrtrichtung München mit einem beteiligten Auto und einem Lastwagen gemeldet. Nach Rücksprache mit einer Funkstreife der Polizei sicherten die THWler das schlecht sichtbare Stauende ab. Zwei Streifenbesatzungen sicherten die Unfallstelle zusätzlich ab, bis die Fahrzeuge geborgen waren und der Fahrstreifen wieder befahrbar war. Erst nach eineinhalb Stunden konnte die THW-Besatzung die Stauabsicherung beenden.

 

Gegen 11:30 Uhr wurde schon der nächste Unfall über Funk gemeldet. Ein Auto war auf der Überleitung von der A9 zur A93 ins Schleudern geraten und in der Mittelleitplanke gelandet. Als der THW-Kombi als erstes Fahrzeug an der Einsatzstelle eintraf,  hatte es der Fahrer des Unfallwagens bereits geschafft, sein Fahrzeug sicher auf dem Standstreifen abzustellen. Die Einsatzstelle wurde bis zum Eintreffen der Polizei abgesichert.

 

Nach einer wärmenden Mittagspause ging es auch gleich weiter zum nächsten Unfall. Ein SUV fuhr auf der Abfahrt Lenting Richtung München aus ungeklärter Ursache geradeaus weiter und landete nach einer holprigen Fahrt auf der Auffahrt zur Autobahn in der Leitplanke. Die Unfallstelle wurde abgesichert und gereiningt. Nach der Unfallaufnahme durch die Polizei wurden die letzten Fahrzeugteile eingesammelt und das Auto auf dem Standstreifen bis zur nächsten Autobahnausfahrt begleitet.

 

Gegen 16.30 Uhr kam es im Baustellenbereich Kindinger Berg Fahrtrichtung Nürnberg zu einem Auffahrunfall mit zwei beteiligten Autos. Der vordere Wagen schaffte es aus eigener Kraft auf die Raststätte Greding, das aufgefahrene Fahrzeug hatte allerdings so schwere Beschädigungen am Motor erlitten und blieb auf dem rechten Fahrstreifen liegen. Das Fahrzeug wurde von der ersteintreffenden THW-Mannschaft abgesichert, bis die Unfallaufnahme abgeschlossen war, und das Fahrzeug durch ein Abschleppunternehmen geborgen wurde.

 

Kurz vor Dienstschluss musste noch ein Auto auf dem Standstreifen abgesichert werden, bis auch dieser abgeschleppt wurde.

Zum Glück gab es während der gesamten Zeit „nur" Blechschäden zu verzeichnen und alle beteiligten Personen blieben unverletzt.

 

 

Christoph Schiele

Truppführer 2. Bergung