Pumpeinsätze wegen hoher Wasserstände

Schnee soweit das Auge reicht, weiße Landschaften prägten das Bild dieses Winters. Örtlich lagen mehr als 30 Zentimeter der weißen Pracht – und die hielten sich bei kalten Temperaturen. Doch im Januar setzte starkes Tauwetter ein, das den Schnee in ganz Deutschland zum schmelzen brachte. Die Wassermassen, die dabei entstanden, suchten sich ihre Wege durch Bäche und Flüsse – führten in ganz Deutschland zu massiven Pegelanstiegen und Überschwemmungen. Die Situation spitzte sich durch starke Regenfälle örtlich sogar noch zu. Bundesweit waren tausende THW-Kräfte im Einsatz um gegen die Fluten anzukämpfen.

Auch in Neuburg wurde der Einsatz des Technischen Hilfswerks notwendig. Zwar stellte das Hochwasser der Donau keine Gefahr dar – die Pegel hielten sich im Bereich der Meldestufen 1 und 2 auf, doch die höchsten Grundwasserstände seit langem belasteten die Kanalnetze, vor allem in den Ortschaften Heinrichsheim und Bruck.

Der Ortsverband Neuburg konnte dabei erstmals seine Hochleistungspumpen in den Einsatz zum Wohl der Bevölkerung stellen. Mit den beiden Tauchpumpen, die jeweils 6000 Liter Wasser pro Minute bewegen können, wurden die Kanalnetze tagelang entlastet.

 

Alarmierung durch die Stadt

 

Die Alarmierung des THW Neuburg erfolgte durch die Stadt im Januar. Die Pumpwerke der Kanalisation bei Rödenhof und Heinrichsheim waren überlastet, konnten die Wassermassen im Kanal nicht mehr befördern. Ein Überlaufen der Kanäle drohte, mit unangenehmen Folgen für die Bürger. Toiletten wären nicht mehr nutzbar, Straßen überschwemmt. Das THW setzte eine Hochleistungspumpe in das Kanalnetz ein und legte mit einer 1,5km langen Schlauchstrecke einen Bypass um das betroffene Gebiet. Eine zweite Pumpe beförderte das Wasser weiter zum Auslass in einen Graben zur Kläranlage. Zwei Tage liefen die Pumpen des Technischen Hilfswerks ununterbrochen.

 

Kritische Lage in Bruck

 

Die Lage spitzte sich zu, als auch in Bruck ein Pumpwerk durch eindringende Wassermassen ausfiel. Die komplette Elektrik wurde außer Funktion gesetzt, die Pumpe wurde beschädigt. Nachdem sich die Verantwortlichen ein Bild von der Lage machten, fiel der Entschluss, auch hier die Pumpen des THW zum Einsatz zu bringen. Die ganze Nacht hindurch hing das komplette Abwassernetz des Ortsteiles Bruck an der Hochleistungspumpe. Zeitgleich wurde der Maschinenraum des Kanalpumpwerks durch die Helfer des THW Neuburg von den Wassermassen befreit und die defekte Pumpe ausgebaut. Mit einem Transportfahrzeug wurde sie zur Reparatur gebracht, um so schnell wie möglich wieder eingesetzt werden zu können.

Auch dieser Einsatz dauerte die ganze Nacht und den darauf folgenden Tag, das THW konnte durch den unermüdlichen Einsatz seiner Helfer dafür sorgen, dass die Bewohner von Bruck nicht mit Einschränkungen in ihrem Alltag zu kämpfen hatten.

 

Das THW bedankt sich für die gute Zusammenarbeit bei der Stadt Neuburg, dem Oberbürgermeister Bernhard Gmehling, dem Leiter des Amts für Stadtentwässerung Paul Leikam, der Freiwilligen Feuerwehr und den Bürgern für ihr Verständnis.