Dieses Jahr ein Jubiläum: Unterstützung des 20. Schlossfestes

 

Am letzten Juniwochenende war es wieder soweit, voller Vorfreude packten die Neuburger wieder ihre Rittergewänder, Adelsroben und Burgenkostüme aus. Das Schlossfest konnte beginnen, dieses Jahr sogar mit einem Jubiläum: Das 20. Schlossfest mit viel Spiel, Kunst und Gaukeley. Zwei Wochenenden lang wurde Neuburg wieder in die Zeit der Renaissance zurückversetzt und über 100.000 Besucher fanden sich in der Altstadt ein, um das mittelalterliche Feeling zu genießen und, auch in ritterlicher Tracht, mit in die besondere Atmosphäre einzutauchen. Um einen reibungslosen Ablauf eines solchen Festes gewährleisten zu können, ist eine umfassende Planung mit vielen unterstützenden Kräften nötig. Auch das Technische Hilfswerk wurde hier mit einbezogen und begleitete das Treiben in der Altstadt.

Vor dem Besuch - Die Parkplatzsuche
 
Um einen Verkehrskollaps in Neuburg zu vermeiden wurden zahlreiche Parkplatzflächen ausgewiesen, von denen die Gäste die Altstadt teils zu Fuß, teils mit Zubringerbussen erreichen konnten. Das Technische Hilfswerk hatte die Aufgabe, die ankommenden Fahrzeuge in die Parkflächen einzuweisen. War der Parkplatz voll, wurde er von den Helfern so lange gesperrt, bis wieder ausreichend Parkflächen frei wurden. Zudem wurde die Schlösselwiese auch dieses Mal als Parkfläche zur Verfügung gestellt. Drei Helfer sperrten jedoch die Abbiegespuren, sobald der Parkplatz ebenfalls komplett gefüllt war. Weiterhin überwachten sie die Verkehrsaktivitäten an dieser Stelle .

Während dem Besuch - Medizinischer Notfall, schnelle Hilfe!

An allen Tagen des Schlossfestes erklärten sich weiterhin vier Helfer dazu bereit, das BRK Neuburg beim Sanitätsdienst für das Schlossfest zu unterstützen. Die Helfer absolvierten im vergangenen Jahr erfolgreich ihre Ausbildung zum Sanitäter. Um in Übung zu bleiben wurde für das Schlossfest eine Zusammenarbeit mit den Sanitätern des roten Kreuzes vereinbart. Die Sanitäter in blau wurden gleichermaßen in das Geschehen eingebunden und versorgten kleine Wehwehchen und größere Verletzungen. Leider ging es nicht immer so glimpflich zu, auch zu einer Schlägerei am Karlsplatz wurden die Sanitäter gerufen, in deren Folge ein schwer verletzter 15-jähriger zu beklagen war. Doch auch Notfälle wie dieser konnten durch ein gutes Zusammenspiel, wie ineinander greifende Zahnräder, abgearbeitet werden.
Das BRK dankte dem THW für die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit – das THW möchte sich ebenfalls für das Miteinander und die Möglichkeit bedanken, den Sanitätsdienst unterstützen zu dürfen. Eine derartige Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Hilfsorganisationen nur von Vorteil sein – es wird hoffentlich nicht das erste und letzte Mal gewesen sein.

Nach dem Besuch - Das große Feuerwerk

Am zweiten Samstag war es endlich soweit, die ersten Böller kündigten um 22.45 Uhr das mit Spannung erwartete Feuerwerk an. Zu passender Musik zündeten die Pyrotechniker von der Leopoldineninsel ein Lichtspektakel nach dem anderen und begeisterten die Menschenmassen, die das Schauspiel am Himmel von der Donaubrücke und vom Donaukai beobachteten. Und auch hier konnte das THW einen Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung leisten. Wie schon am Tag des Einmarsches wurde mit dem Jetfloat-System eine Plattform in der Donau errichtet. Diente sie am ersten Tag noch als Anleger für die Zillen, wurde am letzten Samstag ein Teil des Feuerwerkes auf ihr installiert. Einige Helfer des Ortsverbandes Neuburg begannen am Nachmittag mit den Vorbereitungen und konnten trotz einiger Steine, die ihnen im Weg lagen, die passende Plattform errichten. Die Pyrotechniker verbauten anschließend ihre Leuchtkörper, das THW stellte mit einem Boot ein schnelles Reagieren im Falle eines möglichen Unfalls sicher. Nach einem gelungenen Feuerwerk, das die Menschenmassen begeisterte, bauten die Helfer die Plattform in tiefster Nacht gleich nach der Veranstaltung wieder zurück.

Viel Arbeit hinter den Kulissen

Während sich also tausende in das Getümmel stürzten, feierten und sich dem mittelalterlichen Leben hingaben setzten sich zahlreiche Helferinnen und Helfer hinter den Kulissen für einen Reibungslosen Ablauf ein. Sei es auf Parkplätzen, bei Notfällen, bei technischen Hilfeleistungen – den meisten ist ein solcher Aufwand, der letztlich dahinter steht, kaum bewusst. Das Technische Hilfswerk freut sich jedoch, durch seinen Einsatz einen Beitrag zu einem gelungenen Jubiläumsschlossfest geleistet zu haben.


Weiterführende Links:
Offizielle Schlossfest-Website
Bilder auf Schlossfest.tv

Neuburger Rundschau:
Zeitreise in die Vergangenheit
Zum Schluss die Jubiläumsfanfare
Über 100000 Besucher feierten die Historie
Bildergalerie

Donaukurier:
Finale mit Festzug und Feuerwerk
Sie schuften, während andere die anderen feiern
Alles Renaissance auch an diesem Wochenende
Bildergalerie