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Technisches Hilfswerk (THW) OV Neuburg
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Katastrophenschützer üben gemeinsam

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Am 21. September übten die Neuburger Rettungskräfte von Feuerwehr, der BRK-Bereitschaft, Wasserwacht, UGÖEL Nord und des THW gemeinsam den Ernstfall. Unterstützt wurden sie von THW-Einheiten aus Freising, München-Mitte und dem HCP-Modul Bayern (HCP = High Capacity Pumping) und der Feuerwehr Stepperg.

Los ging es um 12:30 Uhr in der Unterkunft des THW Neuburg, dort wurde ein Bereitstellungsraum für alle Einheiten eingerichtet und die Stärkemeldung der einzelnen Gruppen erfasst. Kurz nach 13:00 Uhr ging über Funk auch schon der erste „Alarm“ per FAX bei der Örtlichen Einsatzleitung ein. „Gasexplosion in Obermaxfeld, mehrere Personen vermisst“. Der Einsatzleiter Erwin Dittenhauser entsandte daraufhin die Einheiten der Feuerwehr Neuburg und des BRK zum Einsatzort. Noch auf der Anfahrt wurden der Zugtrupp und die beiden Bergungsgruppen des THW ebenfalls alarmiert. Insgesamt waren vier Personen betroffen, die von der Feuerwehr und dem THW teilweise unter schwerem Atemschutz gerettet und dem BRK zur Betreuung übergeben wurden. Zwei der Personen waren reanimationspflichtig. Währenddessen suchten weitere THW-Kräfte im Umfeld des Anwesens nach einer fünften, vermissten Person. Nachdem die vermisste Person durch die imaginäre Polizei bei Verwandten gefunden wurde ging es an die Sicherung des Hauses. Durch die Fachgruppe Logisitik wurde Abstützmaterial aus Holz und EGS an die Einsatzstelle geliefert, mit dem die Bergungsgruppen die angeschlagenen Decken aussteiften.

Zurück in der Unterkunft gab es nur eine kurze Verschnaufpause. Gegen 16:00 Uhr wurden mehrere verletzte Personen an der Alten Burg bei Oberhausen gemeldet. Jugendliche waren einen steilen Hang hinabgestürzt und mussten mit teilweise schweren Verletzungen aus dem schwierigen Gelände befreit werden. Die Einheiten von THW und BRK machten sich sofort auf den Weg. Zwei noch gehfähige Personen konnten sofort dem BRK übergeben werden. Die anderen beiden Verletzten mussten zunächst in eine Schleifkorbtrage umgelagert werden und dann schweißtreibend aus dem steilen Hang gerettet werden. Hier entschied man sich für eine schiefe Ebene, auf der die Personen hochgezogen werden konnten.

Parallel dazu machten sich acht Boote aller Organisationen auf den Weg zur Schlösselwiese. Diesen blieb noch Zeit sich kennenzulernen und den externen Kräften das Gewässer zu zeigen. Nach einer Stärkung im THW blieb es auch nur kurz Ruhig. Die 1. Bergungsgruppe wurde um 18:45 nach Stepperg alarmiert, da sich ein Ölfilm auf der Ussel gebildet hatte. Zusammen mit den Kameraden der örtlichen Wehr wurde die Ölsperre verladen und an der entsprechenden Stelle eingezogen. Trotz einbrechender Dunkelheit wurde die Ölsperre in neuer Rekordzeit und erstmals von beiden Organisationen gemeinsam eingezogen.

Gleichzeitig ging es auch für die Einheiten auf dem Wasser los, zunächst galt es für jeweils zwei Boote ein brennendes Boot auf der Donau zu finden, den Brand zu löschen und eine gehbehinderte Person im Rollstuhl zu retten. Die nicht eingesetzten Boote mussten derzeit eine vermisste Person flussabwärts suchen und retten, hierzu kam eine Schwimmweste als Opfer zum Einsatz. Zum Abschluss stellte sich ein Taucher der Neuburger Wasserwacht als hilflose Person zur Verfügung. Er lies sich in der starken Strömung abtreiben und wurde dann von jeweils vier Booten gesucht und gerettet.

Nach 11 Stunden Dauereinsatz war dann auch das letzte Boot aus dem Wasser und die Übung erfolgreich beendet werden. Das THW bedankt sich bei allen mitwirkenden Organisationen für den tollen und lehrreichen Tag. Wir hoffen auch in den kommenden Jahren die Zusammenarbeit weiter vertiefen zu können, um im Ernstfall als schlagkräftige und geschlossene Gruppe auftreten zu können, egal welcher Farbe die eingesetzten Kräfte angehören.

 

Bericht Donaukurier:

http://www.donaukurier.de/lokales/neuburg/Neuburg-Einsatzkraefte-proben-den-Ernstfall;art1763,2819958

 

Bericht Neuburger Rundschau:

http://www.augsburger-allgemeine.de/neuburg/Eine-Gasexplosion-und-ein-brennendes-Floss-id27100922.html

 

Bilder: Michael Regnat

Text: Christoph Schiele

 

 

 

 
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