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Technisches Hilfswerk (THW) OV Neuburg
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Übungstag mit Hindernissen

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Auch das Wetter stoppt das THW Neuburg nicht: Eigentlich wollten die Helfer des Ortsverbandes am Samstag, 20. April, eine Übung oberhalb der Staustufe Bittenbrunn abhalten. Durch den anhaltenden Regen der vergangenen Tage waren allerdings die Wehre geöffnet, somit war die Sicherheit auf dem Stausee für Bootsbesatzungen nicht mehr gewährleistet. Kurzerhand verlegten die Helfer ihre Übung einige Meter Stromabwärts.

 

Geplant und ausgedacht hatten sich die zweite Übung des Jahres die Führungskräfte der 2. Bergungsgrupppe des Neuburger Ortsverbandes. Christian Birkmeir (Gruppenführer) und Christoph Schiele (Truppführer) hatten sich für ihre Kameraden ein durchaus reales Einsatz-Szenario ausgedacht: Ein Flächenbrand in Bittenbrunn-West beschäftigt 120 Feuerwehrler bereits seit Stunden, die benötigte Menge an Löschwasser kann nicht mehr durch Hydranten erbrachten werden. Also ist das THW gefordert.

 

Mit dem Jetfloat-System sollte eine Wasserentnahmestelle auf der Donau gebaut werden. Mit den THW-eigenen Flygt-Tauchpumpen sollte Wasser aus dem Fluss entnommen und in ein Sammelbecken in der Nähe des Brandes gesammelt werden, sodass es dort den Feuerwehren zum Löschen zur Verfügung stehen könnte.

 

Die Übung begann für die 20 THWler bereits um 8 Uhr mit der fiktiven Alarmierung des  Zugtrupps. Nach Erkundung des Einsatzgebietes an der Staustufe Bittenbrunn gab es einen Übungs-Vollalarm, das THW rückte mit den Kraftfahrzeugen aller vier Gruppen (Bergung 1, Bergung 2, Fachgruppe Wassergefahren und Fachgruppe Logistik) aus. Aufgrund der eingangs erwähnten Widrigkeiten wurde die Wasserentnahmestelle am Auslass der Schleuse errichtet, wo den Helfern - speziell der Bootsbesatzung der Fachgruppe Wassergefahren - keine Gefahr durch die Wassermassen, die aus den offenen Wehren herabstürzten, mehr drohte. Per Kran wurden schließlich die Flyght Pumpen (Förderleistung: 6.ooo Liter/Minute) in die Donau eingebracht wurden. Spontan entschieden sich Führungsmannschaften und Helfer, die Wasserförderstrecke -quasi bergauf- in Richtung Oberstrom zum Schleuseneingang zu verlegen. So testeten die Helfer des THW gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Pumpen, die das Wasser immerhin über einen Höhenunterschied von mehr als zehn Metern befördern mussten.

 

Auch wenn die Übung nicht wie geplant abgehalten werden konnte, waren die THWler am Ende des Tages zufrieden mit ihrer Leistung. Klar gibt es immer etwas, das noch verbessert werden kann, aber Gruppenführer Christian Birkmeir formuliert es wie folgt: "Wir haben gezeigt, dass wir sowohl mit Wasser von Oben als auch aus der Donau klar kommen."  

 

Bericht: Sebastian Hofmann

Bilder: Michael Schuller

 

 
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