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Technisches Hilfswerk (THW) OV Neuburg
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Schwere Last und Rettung aus der Höhe

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Viel Bewegung auf der Liegenschaft des THW Neuburg: Einen ganzen Samstags-Dienst widmeten die Helfer der Aus- und Weiterbildung ihrer Fähigkeiten. Von 8 Uhr morgens bis in die späten Nachmittagsstunden hantierten 15 THWler mit Greifzug, Hydraulik-Spreizer, Radlader, Leitern und und und. „Es hat einfach Spaß gemacht. Die Helfer waren gefordert, hatten aber Handlungsfreiraum. Wie das Ziel erreicht wird, war letztlich zweitrangig“, sagt Martin Stemmer, Gruppenführer der 1. Bergungsgruppe des THW Neuburg. Zusammen mit seinem Truppführer Tobias Fuhr hat er drei Übungsstationen für diesen ersten reinen Übungs-Dienst des Jahres ausgearbeitet, bis Übungsbeginn waren die Ausbildungsinhalte streng geheim.

 

Erste Herausforderung des Tages für die Helfer: Sie mussten einen Betonklotz (ca. 1 Tonne Gewicht) 20 Meter weit bewegen – zunächst ohne Unterstützung durch schweres Gerät. Zuerst bockten die THWler die am Boden liegende Last mit Hydraulik-Spreizer auf, danach wurde das Schwergewicht auf Rundhölzer gelagert. Weiter bewegt wurde die Last mit dem Greifzug, bis sie schließlich am Zwischenstopp vom Kran des Logistik-Lastwagens aufgenommen wurde. Jetzt war Gefühl gefragt: Auf engstem Raum musste der Kranfahrer das Gewicht manövrieren und auf einem exakt festgelegten Punkt wieder absetzen.

 

Mit Bedacht ist auch der Radlader zu bedienen! Deshalb hielt der Übungstag auch eine Station bereit, die ganz dem Bergeräumgerät gewidmet war. Martin Stemmer und Tobias Fuhr hatten einen Parcours abgesteckt, den jeder Helfer, der einen Baugeräteführerschein besitzt, meistern musste. Hier galt es vor allem, auf die besonderen Eigenschaften, die ein Knicklader aufweist, kennen zu lernen und einzugehen. Der Lader wurde aber nicht einfach nur durch die Gegend gefahren. Jeder Helfer hatte die Aufgabe, zwei große Behälter mit der Gabel aufzunehmen und präzise am vorgegeben Ort wieder abzusetzen.

 

Hoch hinaus ging es bei Station drei. Die Helfer übten, eine verletzte Person aus dem Obergeschoss eines Hauses zu retten. Einzige Vorgaben: Die – fiktive – Person musste ein Mal via Leiterhebel, ein anderes Mal über die schiefe Ebene aus dem ersten Stockwerk der THW-Unterkunft geborgen werden. Ein ausgebildeter San-Helfer überwachte zudem, ob die Erste-Hilfe-Maßnahmen durch die THWler auch korrekt durchgeführt wurden.

„Das hat sich ganz gut bewährt“, lautet das Fazit von Gruppenführer Martin Stemmer. In den kommenden Monaten werden dann die Führungskräfte der 2. Bergungsgruppe sowie der Fachgruppen Wasssergefahren und Logistik eigene Übungen ausarbeiten, bei denen Einfallsreichtum, Geschick und Zusammenarbeit wieder gefragt sein werden.

 

Text: Martin Stemmer/Sebastian Hofmann
Bilder: Florian Leichtenstern

 

 
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