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Technisches Hilfswerk (THW) OV Neuburg
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Alter Recke mit neuem Gesicht

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Keine Frage, für einen echten THWler ist ein Lastwagen mehr als nur ein Fahrzeug. Er ist Fortbewegungsmittel, Materialtransporter, Werkstatt, Wahrzeichen, manchmal sogar Nachtlager. Und in vielen Fällen unverzichtbar bei Übung und Einsatz. So verhält es sich auch mit dem MAN MIL GL 7t der Fachgruppe Wassergefahren. Das Fahrzeug haben die Helfer des Ortsverbandes Neuburg nun aufwendig restauriert.


Gute 31 Jahre ist der „Dino“ bereits alt und hat in dieser langen Dienstzeit schon einiges geleistet. Das hat man dem Fahrzeug auch angesehen. Beulen, Kratzer Rost, der stolze Bundeswehr-Raketenwerfer von einst kam kürzlich sehr derangiert daher. Weil das Fahrzeug einerseits unersetzbar für den Ortsverband Neuburg ist und für die Helfer andererseits einen hohen emotionalen Wert hat, bekam der Dino in den vergangenen Wochen und Monaten eine Frischzellenkur verpasst.


837 Arbeitsstunden haben die Helfer des OV Neuburg investiert – was dabei herausgekommen ist, kann sich sehen lassen: Fahrerkabine, Ladeflächenkanten und die meisten Anbauteile erstrahlen nun in neuem, glänzenden Ultramarinblau, die Sondersignalanlage wurde überholt und modernisiert, neue Frontblitzer installiert, die Scheiben der Fahrerkabine abgedichtet, Rost entfernt und viele verschiedene Verschleißreparaturen durchgeführt.


Die Neuburger Helfer hoffen, mit diesen Maßnahmen den alten Recken so lange wie möglich einsatzklar halten zu können. Im kommenden Jahr werden, so es die Finanzlage und der Terminplan zulassen, noch die Ladebordwände erneuert.


Sebastian Hofmann

Zugführer




Der MAN MIL GL 7t in Daten:


Länge: 8,90 Meter

Breite: 2,50 Meter

Leergewicht: 13 Tonnen

Zuladung: 6,1 Tonnen

Motor: Vielstoffmotor (Diesel), 320 PS

Kran: 11 mT, 18 Meter Ausleger (20 Meter manuell)

Antrieb: 3 Achsen, 6x6 Getriebe, permanent Allrad

Bereifung: 14 Zoll Breite auf 20-Zoll-Felgen

Watfähig bis 1,20 Meter Wassertiefe

Laufleistung: 20243 Kilometer (Stand: 23. Dezember 2012)

Baujahr: 1981



Der MAN MIL GL 7t entstand aus dem Maschinenkonsortium aus MAN, Mercedes und Klöckner-Humboldt-Deutz (heute: Deutz AG). Wie die meisten der geschätzt noch 150 im Technischen Hilfswerk aktiven Exemplare war auch der Neuburger MAN zuvor ein Raketenwerfer der Bundeswehr.

Der Urtyp dieses Fahrzeugs wurde bereits in den späten 60er Jahren gebaut. Beim Technischen Hilfswerk findet der MIL GL 7t fast ausschließlich Einsatz in der Fachgruppe Wassergefahren. Obwohl tüchtig und aufgrund wenig verbauter elektrischer Bauteile leicht in der Wartung, hat der Fahrzeugtyp auf lange Sicht ausgedient.

Der Nachfolger kommt aus dem Hause Mercedes und ist vom Typ Actros. Viele THW-Helfer in der gesamten Bundesrepublik diskutieren allerdings sehr kontrovers, ob dieses Fahrzeug jemals den Anforderungen entsprechen wird und somit ein legitimer Nachfolger des MIL GL 7t ist.

 

 
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