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Technisches Hilfswerk (THW) OV Neuburg
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Großübung mit Feuerwehr und BRK

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Wenn ein Haus nach einem Brand, einer Explosion oder einem Unfall beschädigt und sogar einsturzgefährdet ist, gestalten sich die Rettungsmaßnahmen hoch riskant und sehr gefährlich. Bevor Rettungskräfte in das Gebäude vordringen können, um den Bewohnern zur Hilfe zu kommen, muss es erst so gesichert werden, dass die Helfer nicht zu Schaden kommen. Instabile Decken müssen abgestützt, Wände ausgesteift werden.

Diese Maßnahmen gestalten sich für Feuerwehren in vielen Fällen schwierig, da sie bereits im Einsatz durch Löscharbeiten gebunden sind, die Einsatzstelle sichern und ausleuchten. Zudem muss die Lage durch Spezialisten begutachtet werden. Hier kann das Technische Hilfswerk Unterstützung aus einer Hand bieten. Baufachberater, speziell ausgebildete Helfer und die notwendigen technischen Geräte – eine Kernkompetenz des THW.

 

Besonders wichtig ist es jedoch, dass THW, Feuerwehren und Rettungsdienste an einem Strang ziehen, sonst kann ein derartiger Einsatz nicht erfolgreich abgearbeitet werden.

 

Die  Zusammenarbeit zwischen den Hilfsorganisationen, die bei einem komplizierten Einsatz beteiligt sind, war am vergangenen Sonntag, den 23.10. Ziel einer groß angelegten Übung der Feuerwehren im südlichen Stadtgebiet Neuburg.

 

Das Szenario: In einer Scheune eines landwirtschaftlichen Anwesens in Sehensand spielten sieben Kinder. Plötzlich fiel ein Behälter mit giftigen Chemikalien um, Dämpfe breiteten sich aus, es kam zu einer Verpuffung. Die Kinder konnten gerade noch auf sich aufmerksam machen, Hilfe rufen – sie schwebten in größter Gefahr. Die Scheune wurde beschädigt, eine Mauer drohte einzustürzen.

 

Die Rettungsleitstelle alarmierte sofort die Feuerwehren der umliegenden Ortsteile und die Einsatzleitung der Feuerwehr Neuburg. Auch ein Großaufgebot des BRK wurde angefordert.

Doch es zeigte sich schnell, dass noch weitere Kräfte zur Unterstützung nötig waren. Vier Kinder konnten aus der Halle gerettet werden, drei wurden vermisst. Sie mussten aufgespürt werden – eine Aufgabe für die feinen Hundenasen der Ingolstädter Rettungshundestaffel. Auch das Technische Hilfswerk alarmiert um die Wand abzustützen und ein Hallentor zu stabilisieren. Dies sollte mit Stützböcke aus Holz ermöglicht werden. Die Materialien zur Einsatzstelle zu bringen und die Abstützmaßnahmen durchzuführen bedeuteten einen großen Aufwand.

Mit dem Ladekran wurden die benötigten Holzbalken antransportiert und abgeladen – mit Motorsägen wurde das Bauholz zugeschnitten. Es mussten Stützböcke konstruiert werden, die das Gewicht der Wand abfangen und in den Boden weiterleiten konnten. Die Montage erfolgte in kürzester Zeit, THW und Feuerwehr arbeiteten Hand in Hand. Während dessen versorgte das Bayerische Rote Kreuz die Verletzten Kinder, die Rettungshundestaffel spürte die Vermissten auf. Die Feuerwehren hielten zudem eine Löschwasserversorgung aufrecht.

Nachdem die Kinder versorgt und die Scheune gesichert war, konnte die Übung erfolgreich beendet werden.

 

Dieses vielfältige Aufgabenpaket wurde von den Rettungskräften gut gemeistert, die Verantwortlichen waren zufrieden. „Übung macht den Meister“, war man sich am Ende einig.

 

Weiterführende Links

 

Bildergalerie Neuburger Rundschau

 

Bericht Neuburger Rundschau

Bericht Donaukurier

  

 
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