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Technisches Hilfswerk (THW) OV Neuburg
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Schiebertausch im Neuburger Klärwerk - THW unterstützt Baustelle maßgeblich

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Das große  Pfingsthochwasser jährt sich dieses Jahr zum zehnten Mal. Und vielen ist noch das Bild der weit reichenden Überflutungen in bleibender Erinnerung.

Um den Hochwasserschutz in Neuburg noch weiter auszubauen, wurde in der Kläranlage ein neuer Schieber installiert, der im Hochwasserfall verhindern soll, dass Wasser aus der Donau in die Kläranlage eindringen kann. Die notwendigen Arbeiten begannen am Montag, den 06.04.2009 mit den Vorbereitungen zum Einbau und dauerten bis zum Mittwoch an.

Ermöglicht wurde die rasche Abwicklung durch den Einsatz des Technischen Hilfswerks. Der Ortsverband Neuburg brachte auf dieser Baustelle zum ersten Mal seine Hochleistungspumpen zum Einsatz und stellte somit sicher, dass das Wasser um die Baustelle herumgeführt werden konnte.

 

Hochleistungspumpen im Einsatz

 

Die beiden eingesetzten Tauchpumpen bringen jeweils eine maximale Förderleistung von 6000 Litern pro Minute. Eine noch größere Pumpe mit einer Höchstleistung von 12000 Litern pro Minute stand als Ersatzgerät bereit, sobald eine der kleineren Pumpen ausgefallen wäre.

Um einen ununterbrochenen Pumpbetreib zu gewährleisten waren die Helfer des THW in Schichten rund um die Uhr vor Ort und überwachten die Wasserdurchflussmengen und Pegelstände an verschiedenen zuvor eingerichteten Messstationen. Das Wasser wurde aus einem Schacht gepumpt, dessen Ablauf zuvor mit einer Kanalblase verschlossen worden war. Darunter kann man sich eine Art überdimensionalen Luftballon vorstellen, der das betroffene Kanalstück wie ein Schott versperrte. Somit konnten die Arbeiter den neuen Schieber trockenen Fußes einbauen.

Der Einsatz des Technischen Hilfswerks wurde gründlich vorbereitet. Bereits am Samstag wurden die Pumpen und die Schlauchstrecken von jeweils 80m aufgebaut und ausgelegt. Auch die Verpflegung und Übernachtungsmöglichkeiten wurden organisiert, wie bei Großeinsätzen wurde ein beheiztes Zelt mit Feldbetten errichtet.

 

Szenario war gute Übung für die Helfer

 

Für die beteiligten Helfer stellte der Einsatz eine gute Vorbereitung auf Großschadensereignisse dar, bei denen ebenfalls die Arbeit rund um die Uhr sichergestellt werden muss und bei denen die Unterkünfte meist nur aus Provisorien bestehen. Zudem bot das Szenario die Möglichkeit, wertvolle Einsatzerfahrung bei der Arbeit mit den Hochleistungspumpen zu sammeln. „Die Schläuche sehen gar nicht schwer aus, aber alleine kann man sie nicht heben!“, ließ ein Helfer verlauten und verdeutlichte die Dimensionen der eingesetzten Geräte. „Ist doch alles gut gegangen“, freute sich am Ende Florian Leichtenstern, der bei der Planung und Durchführung maßgeblich beteiligt war. „So ein Szenario ist auch im Hochwasserfall jederzeit vorstellbar“, erklärte Paul Leikam, Verantwortlicher der Stadt Neuburg und zeigte sich erleichtert, dass das Technische Hilfswerk dabei als schlagkräftige Einsatzorganisation zur Verfügung steht.

„Jetzt langt’s aber auch, Feierabend“, lautete schließlich nach einem erfolgreichen Funktionstest des neuen Schiebers im Klärwerk Neuburg die einhellige Meinung. Die Helfer investierten viel Kraft und Energie, für die sie ehrenamtlich ihre Freizeit, teils  ihre Urlaubszeit, opferten. Am Mittwoch, den 08.04.2009, konnte gegen Abend mit dem Abbau der Gerätschaften begonnen werden. Nach drei Tagen blauer Belagerung konnte die Kläranlage wieder den Klärwerkern überlassen werden.

 

 

Weiterführende Links:

 

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