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Technisches Hilfswerk (THW) OV Neuburg
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Probeaufbau Hochwasserschutz

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Wirbelstürme in den vereinigten Staaten, Überschwemmungen in Indien, heftige Stürme in Großbritannien und heftige Regenfälle in Nordrheinwestfalen - die Zahl der Naturkatastrophen und extremer Unwetter nahm in den vergangenen Jahren spürbar zu. Die Stadt Neuburg an der Donau wurde im Jahr 1999 von einem Jahrhunderthochwasser heimgesucht. Seitdem haben die Stadt Neuburg und der Freistaat Bayern mit großem Aufwand den Hochwasserschutz deutlich verbessert.

 

Ein wichtiger Bestandteil des umfassenden Hochwasserschutzsystems, das unter anderem aus einem Deichsystem und 10 Hochwasserpumpwerken besteht, ist der mobile Hochwasserschutz, der auf dem Donaukai und der Leopoldineninsel binnen kürzester Zeit installiert werden kann.
Seit seiner Fertigstellung im September 2001 ist das Technische Hilfswerk Neuburg für den Aufbau, die Wartung und die Instandsetzung des Systems zuständig.

 

Das System besteht Stützen, die am Boden verschraubt werden und wasserdichten Balken, die zwischen den Stützen eingespannt werden. Die so entstehende Schutzwand erstreckt sich am Donaukai auf eine Länge von 450m auf der Leopoldineninsel auf eine Länge von rund 80m. Die Höhe der Wand reicht von 0,9m bis 2,5m, um einen umfassenden Schutz vor hereinbrechenden Fluten zu gewährleisten. Zudem werden Einzelobjekte auf einer Gesamtlänge von 40m gesichert. Um im Hochwasserfall schnell und sicher reagieren zu können, empfiehlt das Bundesverkehrsministerium regelmäßige Übungen für den Aufbau des mobilen Hochwasserschutzes.

 

Am 13. September 2008 wurde der mobile Hochwasserschutz erstmals nach den Hochwasserereignissen in den Jahren 2002 und 2005 im Rahmen einer groß angelegten Übung an einem Tag komplett auf- und wieder abgebaut.
Etwa 60 Einsatzkräfte der THW-Ortsverbände Neuburg und Eichstätt sowie rund 40 Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehren waren an diesem Tag seit 6.00 Uhr früh mit dem Verbau von rund 35 Tonnen Material beschäftigt. Die Organisation und die Einsatzleitung übernahm das Amt für Abwasserbeseitigung und Hochwasserschutz der Stadt Neuburg. Nach vollendetem Aufbau unternahm das Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt eine Abnahme des Systems. Ziel der Übung war neben der Überprüfung der Alarm- und Einsatzpläne sowie der technischen Anlagen auf Vollständigkeit, Zustand und Funktion die Schulung und die Ausbildung der Einsatzkräfte. Großer Wert wurde dabei vor allem auf die Zusammenarbeit unterschiedlicher Organisationen und die Zusammenarbeit mit den Katastrophenschutzbehörden gelegt. Zudem sollten Schwachstellen erkannt und verbessert werden. Besonders wichtig war dabei eine umfassende Information der Bürger.

 

Die Großübung begann mit der Absperrung der umliegenden Verkehrswege durch die Einsatzkräfte des THW Neuburg, um den Einsatzkräften ein gefahrfreies Arbeiten zu ermöglichen und um eine kontinuierliche Materialversorgung sicher zu stellen.
Die Transportgestelle mussten aus der Lagerhalle an der Kläranlage zu den Bestimmungsorten am Donaukai und auf der Leopoldineninsel transportiert werden. Nach Anlieferung der ersten Komponenten begannen die Helfer des THW Neuburg mit dem Aufbau der Stützen am Donaukai. Das Einlegen und Verspannen der Dammplatten und den Aufbau weiterer Stützen leisteten das THW Neuburg, das THW Eichstätt und die Kräfte der Feuerwehr. Die Insel wurde von der Fachgruppe Wassergefahren des THW Neuburg gesichert. Nach einer Abnahme durch Herrn Hofer und Frau Seidl vom Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt wurde das System wieder abgebaut, abtransportiert und wieder eingelagert. Die Straßensperren konnten wieder aufgehoben werden.

 

Doch der Probeaufbau war trotz seines Umfangs keine umfassende Übung, da dafür alle Hochwasserschutzanlagen für die Stadt Neuburg mit einbezogen werden müssten.

 

Aus diesem Grund ist für das Jahr 2011 eine Großübung geplant. Dabei sollen neben den 10 Hochwasserpumpwerken sowie Deichsicherungen und Deichkontrollen der Deiche, vom Eulatal bis zum Schöpfwerk Arco und vom Klärwerk bis zum Donauruderclub, alle weiteren Hochwasserschutzanlagen mit einbezogen werden. Bei diesem Ereignis werden noch weitere Einsatzkräfte und im Bedarfsfall auch Kräfte der Bundeswehr zum Einsatz kommen.

 

 

 

 

Weiterführende Links:

  Bildergalerie - Neuburger Rundschau

  Pressemitteilung - Stadt Neuburg an der Donau

 
 
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